Erneuerbare Energien

Ausbau der erneuerbaren Energien – Garant für Versorgungssicherheit und Unabhängigkeit

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Erneuerbare Energien

Ihr Ausbau ist unser Garant für Versorgungssicherheit und Unabhängigkeit

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Deutschlands erneuerbare Energien nutzen

Erneuerbare Energien sind der Schlüssel für eine erfolgreiche und zügige Energiewende in Deutschland. Schon jetzt wird fast die Hälfte des aktuellen Strombedarfs pro Jahr aus der Nutzung von Sonne, Wind, Biomasse oder Geothermie gedeckt. In den Sektoren Wärme und Verkehr ist ihr Anteil jedoch deutlich geringer. Den Ausbau erneuerbarer Energien zu beschleunigen, ist wichtiger denn je. Denn so können wir unsere Energieversorgung sichern und Abhängigkeiten von fossilen Rohstoffen reduzieren.

Klimaverträglich, versorgungssicher, energiesouverän

Die Vorkommen an Kohle, Gas und Öl auf unserem Planeten schrumpfen und werden in absehbarer Zeit erschöpft sein. Durch ihre Nutzung entstehen zudem Emissionen, die enorme negative Auswirkungen auf das globale Klima haben.

Das Ziel ist klar: den Ausbau der erneuerbaren Energien zu beschleunigen und so an Sicherheit und Unabhängigkeit zu gewinnen. Jede und jeder kann für unsere Unabhängigkeit aktiv werden und mit diesen Tipps Energie sparen.

Zahlen und Fakten

50

Mrd. Euro
Importkosten für fossile Energieträger konnten 2020 durch erneuerbare Energie eingespart werden.

41

Prozent
betrug 2021 der Anteil erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch.

80

Prozent
des Bruttostromverbrauchs sollen im Jahr 2030 laut Koalitionsvertrag aus erneuerbaren Energien stammen.

392

Tausend
Photovoltaikanlagen mit Solarstromspeicher wurden alleine im Jahr 2021 installiert.

Zukünftig erneuerbar: Notwendiger Umbau der Stromversorgung

Damit unsere Stromversorgung sicher und bezahlbar bleibt, müssen wir uns von der fossilen Energieerzeugung mit wenigen großen Stromproduzenten verabschieden und gemeinsam ein modernes, flexibles System mit erneuerbaren Energien und vielen kleineren Erzeugern entwickeln. Schon heute spielen dabei Wind und Sonne eine entscheidende Rolle.

Solarmodule symbolisieren Photovoltaik

Solarenergie: Die Kraft der Sonne nutzen

Solarenergie kann hervorragend für die Stromerzeugung genutzt werden. Der erzeugte Strom kann dann entweder direkt genutzt, gespeichert oder in das Stromnetz eingespeist werden. Die Photovoltaik (PV)-Technologie gilt als etabliert, kostengünstig und in Verbindung mit Batteriespeichern flexibel. Bis 2030 soll sich die Strommenge aus erneuerbaren Energien fast verdreifachen. Die dafür notwendigen Rahmenbedingungen werden durch zahlreiche Maßnahmen verbessert – zum Beispiel durch attraktivere Konditionen bei der Vergütung von Photovoltaik auf Dächern. So werden Anreize gesetzt, alle verfügbaren Dachflächen zu nutzen.

Photovoltaik liegt im Trend. 2021 wurden neue Anlagen mit einer Leistung von ca. 5.000 Megawatt neu installiert – eine Steigerung von gut 4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. An sonnigen Tagen können die Anlagen zeitweise sogar mehr als zwei Drittel des deutschen Stromverbrauchs decken. Ende 2021 war in Deutschland Photovoltaik mit einer Nennleistung von 59 Gigawatt installiert, verteilt auf über zwei Millionen Anlagen.

Neue Solaranlagen gehören heute zu den günstigsten erneuerbaren Energietechnologien. Rund 1,2 Millionen Haushalte in Deutschland erzielen Einnahmen aus dem Verkauf von Solarstrom – durchschnittlich 234 Euro monatlich waren es 2018.

Ein weiterer, entscheidender Vorteil von Sonnenenergie: Die Erzeugung von Solarstrom ist – auch, wenn die Sonne nicht immer scheint – sehr gut planbar. Strom aus Photovoltaik wird vor allem dezentral, also an vielen verschiedenen Standorten, produziert. So können große, regional auftretende Schwankungen der landesweiten PV-Stromerzeugung ausgeschlossen werden. Umso wichtiger ist der Ausbau unseres Stromnetzes, dass damit künftig auch weniger anfällig für Störungen sein wird.

Für die eigene Solaranlage spricht so einiges. Sie sparen Kosten für den Kauf von Strom, werden unabhängiger von Ihrem Energieversorger und schützen das Klima. Machen Sie einen Solardach-Check und finden Sie heraus, ob Ihr Dach für eine Photovoltaikanlage geeignet ist. https://www.co2online.de/modernisieren-und-bauen/photovoltaik/

Nehmen Sie die Beratung durch eine Expertin oder einen Experten der Energieeffizienz-Expertenliste in Anspruch. https://www.energie-effizienz-experten.de/
Gemeinsam mit der Solarteurin oder dem Solarteur vor Ort (Installateur für die Solaranlage) können Sie zudem alle Fragen rund um die Montage klären: Ist die Elektroinstallation Ihres Hauses auf dem aktuellen Stand? Sind eventuell bauliche Vorarbeiten wie Durchbrüche vonnöten? Wo sollen Wallbox, Speicher und andere notwendige Komponenten im Haus platziert werden?

Gut beraten ist, wer die Montage einer PV-Anlage in die ohnehin geplante Sanierung des Daches einbindet.

Sonnenstrom für den eigenen Bedarf zu erzeugen, lohnt sich. Sie profitieren von der Förderung für Photovoltaikanlagen in der „Bundesförderung für effiziente Gebäude-Wohngebäude/Nichtwohngebäude“ über die KfW-Förderbank. Diese kommt allerdings nur dann infrage, wenn Sie keine Förderung bzw. Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) in Anspruch nehmen.

Ebenfalls zu beachten: Es wird nur derjenige Anteil der stromerzeugenden Anlage sowie ggf. des Stromspeichers mitgefördert, der dem Anteil des ermittelten Jahresstrombedarfs entspricht, maximal jedoch 100 Prozent der Investitionskosten.

Haben Sie die maximal förderfähigen Kosten bei der Sanierung zum Effizienzhaus bereits erreicht bzw. überschritten, kommt der Kredit „Erneuerbare Energien – Standard (270)“ in Frage.

https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestandsimmobilie/Energieeffizient-Sanieren/Photovoltaik/

Windrad symbolisiert Windenergie

Windenergie: Rückgrat der erneuerbaren Energien

Windenergie, ob an Land oder auf See erzeugt, ist der bedeutendste erneuerbare Energieträger in Deutschland. Dabei nutzen die Rotorblätter eines Windrads den Wind, um einen Generator anzutreiben und mechanische in elektrische Energie umzuwandeln. Der Zubau weiterer Windkraft-Anlagen wird von vielen Faktoren beeinflusst, wie Genehmigungsverfahren, Flächenverfügbarkeit und nicht zuletzt, Akzeptanz in der Bevölkerung.

Windenergie deckt über 20 Prozent des deutschen Energiebedarfs und stellt damit den größten Anteil an der gesamten erneuerbaren Stromerzeugung. Dabei wird zwischen Offshore- und Onshore-Anlagen unterschieden: Offshore bezeichnet Windkraftanlagen auf hoher See, wie der Nord- und Ostsee. Sie erzeugten 2021 rund 24 TWh Strom. Windkraftanlagen an Land erzeugten im selben Jahr rund 90 TWh Strom.

Doch es ist noch Luft nach oben. Neue Flächen müssen für die Windenergienutzung erschlossen und technologische Fortschritte möglichst rasch in die Praxis umgesetzt werden. Zudem können große, moderne Anlagen noch besser starken Wind in großen Höhen ernten.
Und das Beste: Windkraftanlagen haben bereits nach einigen Monaten die Energie wieder produziert, die für deren Herstellung, Betrieb und Entsorgung aufgewendet werden muss.

+ Wo wir hinwollen
Um die Windenergie an Land stärker zu nutzen, wurden in den vergangenen Jahren bereits zahlreiche Maßnahmen getroffen – zum Beispiel die Beteiligung von Kommunen an der Wertschöpfung.

Jetzt geht es darum, Tempo zu machen. Mit dem Energiesofortmaßnahmenpaket 2022 („Osterpaket“) will das BMWK den Ausbau von Windanlagen deutlich beschleunigen:

Windenergie auf See

Die Ausbauziele werden deutlich erhöht von aktuell rund 7,8 auf mindestens 30 Gigawatt (GW) installierte Leistung bis 2030, 40 GW bis 2035 und 70 GW bis 2045. Dazu wird es eine umfassende Novellierung des Windenergie-auf-See-Gesetzes geben, mit dem Ziel, Förderbedingungen neu zu gestalten, Prüfungs- und Genehmigungsprozesse zu beschleunigen und die Vereinbarkeit des Offshore-Ausbaus mit dem Natur- und Artenschutz zu stärken.

Windenergie an Land

Auch an Land soll die installierte Leistung bis 2030 von aktuell 56 auf bis zu 115 Gigawatt wachsen. Dazu sollen u.a. die Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigt werden.

Wärmepumpe symbolisiert energieeffizientes Heizen

Wärmepumpe: Umgebungswärme schlau genutzt

Die Wärmepumpe sammelt die Wärme aus der Umgebung und konzentriert sie – vereinfacht dargestellt – so lange bis Hitze entsteht, und gibt sie schließlich an ein Heizmedium ab. Das Prinzip ist das gleiche wie bei einem Kühlschrank – nur eben umgekehrt. Die Wärmepumpe nutzt mit der Umweltwärme aus dem Boden, der Luft oder dem Grundwasser eine erneuerbare Energiequelle: zum Heizen und zur Warmwasserbereitung. Besonders klimafreundlich und emissionsarm funktioniert das, wenn Sie die Wärmepumpe mit Strom aus erneuerbaren Quellen antreiben, etwa von der Photovoltaikanlage auf dem Dach.

Die Wärmepumpe ist das Heizsystem der Zukunft für Neu- und Altbauten. Heute schon sind in Deutschland über eine Million Wärmepumpen im Einsatz. Allein 2021 wurden 154.000 Heizungswärmepumpen in Deutschland eingesetzt, 28 Prozent mehr als im Vorjahr.

Der „Arbeitsplan Energieeffizienz“ des BMWK sieht vor, den Austausch von Öl-/Gasheizungen zu fördern und den Wärmepumpenhochlauf zu unterstützen. Ziel ist, die Zahl neu installierter Wärmepumpen bis 2024 auf über 500 000 Stück pro Jahr zu steigern.

Mit einer Wärmepumpe machen Sie sich unabhängig von fossilen Rohstoffen und deren Import. Stattdessen nutzen Sie eine Energiequelle auf dem eigenen Grundstück, ob aus dem Boden, dem Grundwasser oder der Luft. Dabei gilt: Je höher die Ausgangstemperatur der Wärmequelle ist, desto weniger Strom braucht die Wärmepumpe und umso effizienter ist ihr Betrieb.

Besonders wirtschaftlich arbeitet sie, wenn die zu erreichende Zieltemperatur nicht zu hoch liegt. Die Technologie eignet sich daher besonders gut für gedämmte Häuser, die nur wenig Heizwärme benötigen, zum Beispiel über eine Fußbodenheizung, die mit einer niedrigeren Vorlauftemperatur auskommt.

Mit den meisten Wärmepumpensystemen können Sie nicht nur heizen, sondern auch kühlen und Warmwasser bereiten. Das steigert nicht nur Ihren Wohnkomfort, sondern auch den Wert Ihrer Immobilie.

Mit Ökostrom ist die Wärmepumpe vollständig klimaneutral

Ganz ohne Strom funktioniert eine Wärmepumpe jedoch nicht. Vollständig ohne CO2-Emissionen heizen Sie, wenn auch der für den Betrieb der Wärmepumpe benötigte Strom aus erneuerbaren Energien stammt. Entweder steigen Sie auf 100 Prozent Ökostrom um oder betreiben Ihre Wärmepumpe mit selbsterzeugtem Strom aus der eigenen Dach-Solaranlage.

Der Umstieg auf erneuerbare Energien lohnt sich für Sie als Hauseigentümerin und Hauseigentümer. Die Errichtung sowie die Nachrüstung von Wärmepumpen im Eigenheim werden als Einzelmaßnahme über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG EM) mit mindestens 35 und maximal 50 Prozent der Kosten gefördert.

Unterstützt werden Wärmepumpen, die überwiegend mindestens einem der folgenden Zwecke dienen: Raumheizung, kombinierte Warmwasserbereitung und Raumheizung, die Zuführung der Wärme in ein Gebäudenetz sowie die Nachrüstung hybrider Heizsysteme mit Wärmepumpen.

Die BEG-EM-Zuschussförderung wird beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragt, die BEG-EM-Kreditförderung bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

Für Anträge auf Förderung neuer Wärmepumpenanlagen ist die Erklärung eines Fachunternehmers für Heizungstechnik ausreichend („Fachunternehmererklärung“). Für Anträge, die auch andere Unterstützungen beinhalten, sowie für Anträge mit einem Bonus für einen individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP): Hier ist eine Expertin oder ein Experte der Energieeffizienz-Expertenliste der jeweils zutreffenden Gebäudekategorie (Wohngebäude bzw. Nichtwohngebäude) einzubeziehen

Das können Sie selbst tun: Berechnen Sie das Potenzial Ihrer Anlage

Überprüfen Sie, ob das Potenzial Ihrer Solarthermie-Anlage vollständig ausgeschöpft ist Icon Energie

Schöpfen Sie das Potenzial ihrer Solaranlage voll aus.

Finden Sie mit dem Solarwärme-Check der Verbraucherzentralen heraus, ob Ihr Speicher und Ihre Kollektoren zusammenpassen und Ihre Solaranlage richtig mit dem Heizkessel kommuniziert. Mehr erfahren!

Berechnen Sie die Rendite Ihrer Solaranlage Icon Sanieren

Mit einer Solarstrom-Anlage kann lange Geld verdient und Stromkosten gespart werden. Mit Hilfe des Solarrechners der Stiftung Warentest können Kosten, Erträge und Rendite ermittelt werden. Mehr erfahren!

Erneuerbare Wärme im großen Stil

Thermische Solaranlage symbolisiert solarthermische Kraftwerke

Solarthermie: Direkte Wärme fürs Gebäude

Die Kraft der Sonne lässt sich auch mit Solarthermie unmittelbar und ohne Umwandlung nutzen. Solarkollektoren sammeln die Strahlungswärme der Sonne und geben sie mittels eines Speichermediums, etwa Wasser, über ein Rohrsystem weiter. So lassen sich Gebäude heizen und warmes Wasser bereitstellen. Bis 2030 soll Solarthermie einen massiven und kostengünstigen Beitrag zur Wärmewende in Deutschland leisten.

Mehr als die Hälfte der Energie in Deutschland wird für die Erzeugung von Wärme verbraucht: für ein behagliches Zuhause, warmes Wasser zu jeder Zeit oder industrielle Produktionsprozesse. Deshalb ist es so wichtig, den Anteil der Wärme aus erneuerbaren Energien schnell zu steigern.

Bei der Solarthermie wird Sonnenenergie in Wärme umgewandelt, wenn sie auf eine Oberfläche, wie die Solarkollektoren, trifft und über einen Wärmekreislauf in einen Wärmespeicher weitergeleitet wird. Mittels Solarthermie kann neben Wärme auch Kälte und industrielle Prozesswärme erzeugt werden.

Derzeit sind in Deutschland mehr als 20 Millionen Quadratmeter Sonnenkollektoren mit einer thermischen Leistung von mehr als 15 Gigawatt installiert. Damit stehen wir im globalen Ländervergleich an vierter Stelle, was die Leistung betrifft.

Kennen Sie den Warmwasserbedarf Ihres Haushaltes? Möglicherweise lässt sich dieser komplett klimafreundlich decken, wenn Sie eine Solarthermie-Anlage nutzen. Auch hier ist gut beraten, wer beim Austausch des Heizungssystems mit Unterstützung von Fachleuten prüft, ob sich die Kombination mit Sonnenwärme lohnt. https://verbraucherzentrale-energieberatung.de/beratung/zu-hause/solarwaerme-check/

Bis zu 20 Prozent der Montagekosten für eine solarthermische Anlage können beispielsweise gespart werden, wenn man diese Investition mit der fälligen Dachsanierung verbindet.

Wenn Sie bereits Solarthermie nutzen, empfiehlt sich ebenfalls eine regelmäßige Überprüfung: Reicht das Potenzial der Solarthermie-Anlage, um Ihren Bedarf an warmem Wasser zu decken? Ist die Einbindung zur Heizungsunterstützung sinnvoll? Ist der Heißwasserspeicher (Pufferspeicher) dafür ausreichend dimensioniert? Antworten auf diese Fragen geben Ihnen unsere Expertinnen und Experten der Energieeffizienz-Expertenliste. https://www.energie-effizienz-experten.de/

Planen Sie den Einsatz von Solarthermie, etwa in Verbindung mit einem neuen Heizungssystem oder anderen Maßnahmen, empfiehlt sich grundsätzlich eine Beratung durch Fachleute. Wer dafür Fördermittel bei KfW oder BAFA beantragen will, muss verpflichtend eine Expertin bzw. einen Experten der Energieeffizienz-Expertenliste hinzuziehen. https://www.energie-effizienz-experten.de/

Solarthermieanlagen gehören zur Heizungstechnik und werden als Einzelunterstützung über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG EM) mit mindestens 30 und – in Verbindung mit weiteren erneuerbaren Energiequellen wie einer Wärmepumpe – 35 Prozent der Investitionskosten gefördert. Erstellen Sie einen individuellen Sanierungsfahrplan, erhöht sich die Förderung um weitere fünf Prozent. Wer die alte Öl-Brennwertheizung durch eine Heizungsanlage ersetzt, die erneuerbare Energien wie Solarthermie nutzt, kann mit bis zu 50 Prozent, maximal 60.000 Euro pro Wohneinheit, Förderung rechnen.

Die BEG-EM-Zuschussförderung wird beim BAFA beantragt, die BEG-EM-Kreditförderung bei der KfW.

https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestandsimmobilie/Energieeffizient-Sanieren/Solarthermie/

Wärmepumpe symbolisiert das Thema Geothermie

Geothermie: kommunale Wärme aus der Tiefe

Eine quasi unerschöpfliche Energiequelle ist Erdwärme. Geothermische Anwendungen nutzen den Temperaturunterschied zwischen der Oberfläche und der jeweiligen Erdschicht. In der Regel erfolgt das über eine Wärmepumpe – egal, ob im Einfamilienhaus oder in der kommunalen Wärmeplanung. Je nach der Tiefe der angezapften Erdschicht wird zwischen oberflächennaher und Tiefengeothermie unterschieden.

Allein unter der Fläche der Bundesrepublik steckt in drei bis sieben Kilometern Tiefe genug Wärme, um Deutschland theoretisch für 10.000 Jahre zu versorgen. Unterschieden wird dabei in oberflächennahe und tiefe Geothermie. Die oberflächennahe Geothermie reicht bis ca. 400 Meter tief. Sie wird über Rohre erschlossen, die über eine Flüssigkeit die Wärme nach oben transportieren. Eine Wärmepumpe entzieht anschließend der Flüssigkeit die Wärme und verteilt sie zum Beispiel in das Heiz- und Warmwassersystem von Häusern. Tiefengeothermie nutzt hingegen warmes Grundwasser in ca. 4.500 Metern Tiefe oder heißes Gestein. Diese Art der Geothermie kann aufgrund der hohen Temperaturen ganze Ortschaften oder Stadtteile mit Wärme und Strom versorgen.

Diese Technologie hat vor allem für die Wärmeerzeugung eine große Bedeutung. So stieg zwar die Stromerzeugung aus Geothermie 2021 um etwa acht Prozent gegenüber dem Vorjahr an, allerdings bleibt ihre Bedeutung für den deutschen Strommix mit 0,2 Terawattstunden weiterhin gering. Anders verhält es sich mit der Wärme: Hier waren Ende 2021 deutschlandweit insgesamt 1,5 Millionen Wärmepumpen mit einer thermischen Leistung von 13,8 Gigawatt installiert. Zusammen mit der Erdwärme aus größerer Tiefe wurden 2021 aus Geothermie rund 19,4 Terawattstunden Wärme bereitgestellt – knapp zehn Prozent der insgesamt aus erneuerbaren Energien erzeugten Wärme.

Die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) wird es Wärmeversorgern ermöglichen, bestehende Wärmenetze zu wirtschaftlichen Bedingungen auf erneuerbare Energien und bislang ungenutzte Abwärme umzustellen. Außerdem soll der Neubau von Wärmenetzen mit mindestens 75 Prozent erneuerbarer Wärme und Abwärme unterstützt werden, ebenso die Erweiterung und Verdichtung von bestehenden Wärmenetzen.

Versorger sollen neue Gebiete erschließen und bestehende Netze verdichten, indem zusätzliche Gebäude in einem bestehenden Fernwärmegebiet neu angeschlossen werden.

Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

Die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze unterstützt deshalb nicht nur einzelne Wärmeerzeuger, wie zum Beispiel Wärmepumpen oder Heizwerke, die mit nachhaltig angebauter Biomasse gespeist werden, sondern fördert die gesamte Netzumstellung. Für neue Wärmenetze finanziert die BEW Machbarkeitsstudien zur Untersuchung, wie ein Netz mit 75 Prozent klimafreundlicher Wärme erfolgreich errichtet und betrieben werden kann. Bestehende Netze fördert die Bundesregierung mit dem Programm Transformationspläne, das den aktuellen Zustand des Fernwärmenetzes analysiert und darstellt, mit welchen Technologien und in welchen Schritten die Wärmebereitstellung über das Wärmenetz bis 2045 vollständig klimaneutral werden kann.

Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

Biogasanlage symbolisiert Biomasse

Biomasse

Auch aus Pflanzen oder Pflanzenresten kann Energie erzeugt werden. Sie werden in der Regel in der Land- und Forstwirtschaft oder auch aus Abfallprodukten, wie Bioabfällen oder Altholz, gewonnen. Genutzt werden sie als Biomasse in flüssiger, fester und gasförmiger Form zur Strom- und Wärmeerzeugung sowie zur Bereitstellung von Biokraftstoffen, aber auch als Brennstoff (Pellets) für Heizanlagen. Die Bundesregierung will die Bioenergienutzung, insbesondere im Strombereich, ausbauen und sich dabei vor allem auf den Einsatz von biogenen Rest- und Abfallstoffen konzentrieren.

Biomasse ist ein wichtiger und vielseitiger erneuerbarer Energieträger. In fester, flüssiger und gasförmiger Form wird er zur Strom- und Wärmeerzeugung und zur Herstellung von Biokraftstoffen genutzt. Wenn wir über Biomasse sprechen, meinen wir ganz konkret Biomasse aus der Land- und Forstwirtschaft, wie beispielsweise Alt- und Gebrauchtholz, Bioabfälle, Gülle, Festmist oder Getreidestroh. Holz deckt dabei den größten Anteil der verfügbaren Biomasse ab. Aber auch die Landwirtschaft leistet mit geeigneten Pflanzen einen Beitrag, wie zum Beispiel Raps, aus dem Biodiesel gewonnen wird.

Die Vielfalt der Nutzungsmöglichkeiten ergibt sich aus den verschiedenen Arten, wie Biomasse zu Energie verarbeitet werden kann. Holz zum Beispiel kann über Verbrennung Wärme erzeugen, während der entstehende Dampf zur Stromerzeugung genutzt wird. Andere Stoffe hingegen, wie Pflanzen, Gülle oder Bioabfälle, setzen Energie durch Vergärung frei. Bioenergie wird hauptsächlich zur Wärmeerzeugung in Gebäuden und in der Industrie verwendet, darüber hinaus auch für die Stromproduktion und im Transportsektor. Dabei kann die Verwendung von Biomasse in Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen (KWK-Anlagen) eine wichtige Rolle spielen, um den Strom­ und Wärmesektor klimaneutral zu machen.

Der Anteil von Biomasse am zur Stromerzeugung verwendeten Mix der erneuerbaren Energien beträgt etwa 22 Prozent.

Allerdings wird der gezielte Anbau von Biomasse als Energieträger auch kontrovers diskutiert. So müssen Auswirkungen auf die Umwelt berücksichtigt und ein Gleichgewicht hinsichtlich der Flächennutzung gefunden werden, da sich diese in Konkurrenz zur Nahrungs- und Futtermittelproduktion befinden und nur begrenzt zur Verfügung stehen.

Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer, die ihre Heizungsanlage mit Biomasse betreiben wollen, haben die Wahl zwischen Holzpellets, Scheitholz, Hackschnitzeln, Strohpellets und anderen pflanzlichen Brennstoffen. Lange Transportwege entfallen, da diese meist regional verfügbar sind. Wenn Sie demnächst Ihre alte Öl- oder Gas-Brennwertheizung austauschen wollen gegen eine Anlage auf Basis erneuerbarer Energien, sollten Sie eine Biomasseheizung als Alternative in Betracht ziehen. Prüfen Sie, ob im Haus ausreichend Platz für das Heizsystem und ein Pelletlager vorhanden ist. Auch hier lohnt die Kombination mit Solarthermie zur Bereitung von Warmwasser. Eine andere Möglichkeit ist die Installation eines Pelletofens mit Wassertasche, der heizt und erzeugte Wärme in einen Pufferspeicher lädt, der den Haushalt ebenfalls mit warmem Wasser versorgt. Welche Variante sich am besten für Ihr Zuhause eignet, erfahren Sie in der Beratung durch eine Expertin oder einen Experten der Energieeffizienz-Expertenliste.

https://www.energie-effizienz-experten.de/

Wer eine Biomasseheizung plant und dafür Förderung von KfW und BAFA in Anspruch nehmen will, sollte eine Expertin bzw. einen Experten der Energieeffizienz-Expertenliste hinzuziehen. https://www.energie-effizienz-experten.de/

Pelletkessel, -heizungen oder -öfen gehören zur Heizungstechnik und werden als Einzelmaßnahme über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG EM) mit mindestens 35 und bis zu 45 Prozent (beim Ersatz einer alten Ölheizung) der Investitionskosten gefördert.

Erstellen Sie einen individuellen Sanierungsfahrplan, erhöht sich die Förderung um weitere fünf Prozent. Wer diverse Sanierungsschritte kombiniert und einen Emissionsgrenzwert für Feinstaub von maximal 2,5 mg/m3 einhält, kann mit bis zu 55 Prozent Förderung rechnen.

Die BEG-EM-Zuschussförderung wird beim BAFA beantragt, die BEG-EM-Kreditförderung bei der KfW.

https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestandsimmobilie/Energieeffizient-Sanieren/Solarthermie/

Das können Sie selbst tun: So funktioniert der Umstieg auf erneuerbare Wärme mit Förderung vom Staat

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Wasserstoff lässt sich als Energieträger vielfältig einsetzen, vor allem in der Industrie und im Verkehr. Dort trägt klimaneutral hergestellter Wasserstoff dazu bei, die CO₂-Emissionen deutlich zu verringern. Wasserstoff bietet Vorteile: Er ist leicht zu transportieren und in großen Mengen zu speichern. Deshalb spielt Wasserstoff eine entscheidende Rolle als ausgleichender Faktor fluktuierender Energieerzeugung durch Wind und Sonne.

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