Erneuerbare Energien

Ausbau der erneuerbaren Energien – Garant für Versorgungssicherheit und Unabhängigkeit

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Erneuerbare Energien

Erneuerbare Energien sind zentral für einen erfolgreichen Energiewechsel. Ein beschleunigter Ausbau sichert die Energieversorgung, macht uns unabhängiger von Energieimporten und ist gut für das Klima.

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Deutschlands Erneuerbare Energien nutzen

Erneuerbare Energien sind der Schlüssel für eine erfolgreiche und zügige Energiewende in Deutschland. Im Jahr 2021 wurden mehr als 40 Prozent des Strombedarfs durch Sonne, Wind, Biomasse oder Wasserkraft gedeckt. In den Sektoren Wärme und Verkehr ist ihr Anteil jedoch deutlich geringer. Den Ausbau Erneuerbarer Energien zu beschleunigen, ist angesichts des Angriffskriegs Russlands auf die Ukraine und die dadurch verursachte Energiekrise wichtiger denn je. Denn so können wir unsere Energieversorgung sichern und Abhängigkeiten von fossilen Rohstoffen reduzieren.

Um schneller auf mehr Erneuerbare Energien zurückgreifen zu können, hat die Bundesregierung mit einem großen Beschleunigungspaket die Weichen für einen zügigeren Ausbau gestellt. So werden Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigt, um das Ziel zu erreichen, bis 2030 mindestens 80 Prozent des Bruttostromverbrauchs aus Erneuerbaren zu erzeugen.

Klimaverträglich, versorgungssicher, unabhängig

Die Vorkommen an Kohle, Gas und Öl auf unserem Planeten schrumpfen. Durch ihre Nutzung entstehen Emissionen, die enorme negative Auswirkungen auf das globale Klima haben. Um die Erderwärmung auf maximal 1,5 Grad Celsius zu begrenzen, dürfen nicht alle fossilen Vorräte, die noch im Boden sind, genutzt werden.

Das Ziel ist daher klar: den Ausbau der Erneuerbaren Energien zu beschleunigen und so an Versorgungssicherheit und Unabhängigkeit zu gewinnen. Ein sparsamer Umgang mit Energie hilft dabei. Mit diesen Tipps Energie sparen.

Zahlen und Fakten

50

Mrd. Euro
Importkosten für fossile Energieträger konnten 2020 durch Erneuerbare Energien eingespart werden.

41

Prozent
betrug 2021 der Anteil Erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch.

80

Prozent
des Bruttostromverbrauchs sollen im Jahr 2030 laut Koalitionsvertrag aus Erneuerbaren Energien stammen.

392

Tausend
neue Photovoltaikanlagen mit Solarstromspeicher wurden alleine im Jahr 2021 installiert.

Notwendiger Umbau der Stromversorgung

Unsere Stromversorgung soll sicher und bezahlbar sein. Die Energiewende ist dafür der Schlüssel. Wir müssen uns von der fossilen Energieerzeugung mit wenigen großen Stromproduzenten verabschieden und gemeinsam ein modernes, flexibles System mit klimafreundlichen Erneuerbaren Energien und vielen kleineren Erzeugern, darunter auch Eigenverbrauchsanlagen und Bürgerenergiegesellschaften, entwickeln. Schon heute spielen dabei Wind und Sonne eine entscheidende Rolle.

Solarmodule symbolisieren Photovoltaik

Photovoltaik: Die Kraft der Sonne nutzen

Solarenergie kann hervorragend für die Stromerzeugung genutzt werden. Der erzeugte Strom wird dann entweder direkt genutzt, gespeichert oder in das Stromnetz eingespeist. Die Photovoltaik (PV)-Technologie ist etabliert, kostengünstig und in Verbindung mit Batteriespeichern flexibel. Bis 2030 soll die Kapazität aus PV von aktuell 59 GW auf 215 GW steigen. Die dafür notwendigen Rahmenbedingungen werden durch zahlreiche Maßnahmen verbessert – zum Beispiel durch attraktivere Konditionen bei der Vergütung von Photovoltaik auf Dächern. So werden Anreize gesetzt, alle geeigneten Dachflächen zu nutzen.

Photovoltaik liegt im Trend. In 2021 wurden neue Anlagen mit einer Leistung von über fünf GW neu installiert – eine Steigerung von gut vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr. An sonnigen Tagen können die Anlagen zeitweise sogar mehr als zwei Drittel des deutschen Stromverbrauchs decken. Ende 2021 war in Deutschland Photovoltaik mit einer Nennleistung von 59 Gigawatt installiert, verteilt auf über zwei Millionen Anlagen.

Neue Solaranlagen gehören heute zu den günstigsten erneuerbaren Erzeugungstechnologien. Rund 1,2 Millionen Privathaushalte in Deutschland nutzen direkt Strom und erzielen zudem Einnahmen aus dem Verkauf von Solarstrom.

Für die eigene Solaranlage spricht so einiges. Sie sparen Kosten durch den Eigenverbrauch des selbst erzeugten Stroms, erhalten bei Einspeisung in das öffentliche Netz eine feste Vergütung, werden unabhängiger von Energieversorgern und schützen das Klima. Machen Sie einen SolardachCheck und finden Sie heraus, ob ihr Dach für eine Photovoltaikanlage geeignet ist. www.co2online.de/modernisieren-und-bauen/photovoltaik/

Wenn Sie mehr wissen wollen: Nehmen Sie die Beratung durch eine Expertin oder einen Experten der Energieeffizienz-Expertenliste in Anspruch. www.energie-effizienz-experten.de

Gemeinsam mit der Solarteurin oder dem Solarteur vor Ort können Sie zudem alle Fragen rund um die Montage klären: Ist die Elektroinstallation Ihres Hauses auf dem aktuellen Stand? Ist das Dach statisch geeignet? Wo sollen Wallbox, Speicher und andere notwendige Komponenten im Haus platziert werden?

Gut beraten ist, wer die Montage einer PV-Anlage in die ohnehin geplante Sanierung des Daches einbindet. Aber auch Mieterinnen und Mieter in Mehrfamilienhäusern können durch Mieterstrommodelle von Photovoltaik profitieren.

Ob Sie Sonnenenergie für den eigenen Bedarf nutzen oder sie ins Netz einspeisen, wir unterstützen Sie dabei mit verschiedenen Programmen. Eine Photovoltaikanlage kann durch die „Bundesförderung für effiziente Gebäude-Wohngebäude/Nichtwohngebäude“ über die KfW-Förderbank gefördert werden, wenn Sie keine Förderung bzw. Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) in Anspruch nehmen.

Haben Sie die maximal förderfähigen Kosten bei der Sanierung zum Effizienzhaus bereits erreicht bzw. überschritten, kommt der Kredit „Erneuerbare Energien – Standard (270)“ in Frage. www.kfw.de/Photovoltaik

Windrad symbolisiert Windenergie

Windenergie: Rückgrat der erneuerbaren Stromerzeugung

Strom aus Windenergie, ob an Land oder auf See erzeugt, ist der bedeutendste erneuerbare Energieträger in Deutschland. Dabei nutzen die Rotorblätter einer Windenergieanlage die kinetische Energie des Windes, um einen Generator anzutreiben und mechanische in elektrische Energie umzuwandeln. Der Zubau weiterer Windkraft-Anlagen wird von vielen Faktoren beeinflusst, wie Genehmigungsverfahren, Flächenverfügbarkeit und nicht zuletzt von der Teilhabe und Akzeptanz der Bevölkerung.

Windenergie deckte 2021 bereits rund 24 Prozent des deutschen Strombedarfs und stellt damit den größten Anteil sowohl an der gesamten als auch der erneuerbaren Stromerzeugung. Dabei wird zwischen Offshore- und Onshore-Anlagen unterschieden: Offshore bezeichnet Windkraftanlagen auf dem Meer, wie der Nord- und Ostsee. Sie erzeugten 2021 rund 24 Terrawattstunden (TWh) Strom. Windkraftanlagen an Land erzeugten im selben Jahr rund 90 TWh Strom.

Doch es ist noch Luft nach oben. Neue Flächen müssen für die Windenergienutzung erschlossen und technologische Fortschritte möglichst rasch in die Praxis umgesetzt werden. Zudem können große, moderne Anlagen noch besser starken Wind in großen Höhen ernten.

Und das Beste: Windkraftanlagen haben bereits nach wenigen Monaten die Energie wieder produziert, die für deren Herstellung, Betrieb und Entsorgung aufgewendet werden muss.

Um die Windenergie an Land stärker zu nutzen, wurden in den vergangenen Jahren bereits zahlreiche Maßnahmen getroffen – zum Beispiel die Beteiligung von Kommunen an der Wertschöpfung.

Jetzt geht es darum, Tempo zu machen. Das Energiesofortmaßnahmenpaket 2022 soll den Ausbau von Windanlagen deutlich beschleunigen:

Windenergie auf See

Die Ausbauziele wurden deutlich erhöht von aktuell 7,8 auf mindestens 30 Gigawatt (GW) installierte Leistung bis 2030, 40 GW bis 2035 und 70 GW bis 2045. Die Novellierung des Windenergie-auf-See-Gesetzes hat das Ziel, Förderbedingungen neu zu gestalten, Prüfungs- und Genehmigungsprozesse zu beschleunigen und die Vereinbarkeit des Offshore-Ausbaus mit dem Natur- und Artenschutz zu stärken.

Windenergie an Land

Auch an Land soll die installierte Leistung bis 2030 von aktuell 56 auf bis zu 115 Gigawatt wachsen. Dazu wurden im EEG Ausbaupfad und Ausschreibungsvolumina angepasst. Sowohl für Bürgerenergiegesellschaften als auch Kommunen ist es einfach und attraktiv, entsprechende Anlagen zu planen und zu betreiben oder sich daran zu beteiligen. Darüber hinaus wurden mit dem Wind-an-Land-Gesetz unter anderem Maßnahmen getroffen, die Planungs- und Genehmigungsverfahren zu beschleunigen.

Bürgerenergie: dezentral, flexibel, gemeinwohlorientiert

Unter dem Stichwort Bürgerenergie finden sich diverse Formen der Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern an der Ausgestaltung des Energiewechsels. Sie zählen zu den vielen kleinen Erzeugern, die gemeinwohlorientiert vor Ort Wind- oder Solarparks betreiben. Um diese dezentralen Strukturen zu entwickeln und zu unterstützen, hat die Bundesregierung ein Förderprogramm für Bürgerenergiegesellschaften vorbereitet.

Auch für Kommunen attraktiver

Um die Akzeptanz vor Ort zu steigern, wird die Möglichkeit einer finanziellen Beteiligung von Kommunen deutlich verbessert und soll in Zukunft zum Regelfall werden - beispielsweise bei neuen Windenergieanlagen im Rahmen der Direktvermarktung.

Sie können im Rahmen einer Bürgerenergiegesellschaft den Bau von Wind- oder PV-Parks vorantreiben und vor Ort Strom erzeugen und nutzen, ohne an den Ausschreibungen des EEG teilnehmen zu müssen. Darüber hinaus können Sie auch größere EE-Kraftwerke realisieren, um über direkte Stromlieferverträge ortsansässige Unternehmen und Industrie direkt mit günstigem und CO₂-freiem Strom zu versorgen.

Was im Großen funktioniert, kann sich auch für das eigene Zuhause oder im Wohnquartier rechnen: Sogenannte Kleinwindkraftanlagen lassen sich auf dem Dach, im Garten und sogar auf dem Balkon aufstellen. Ob sich das lohnt, ist von verschiedenen Faktoren wie etwa dem Standort und der Umgebungsbebauung abhängig. Denn Bäume oder benachbarte Gebäude können den Ertrag schmälern. Geben die Windverhältnisse vor Ort eine wirtschaftliche Nutzung her, reicht es oft, vor der Aufstellung die Nachbarschaft und das zuständige Bauamt zu informieren. In immer mehr Bundesländern ist eine baurechtliche Genehmigung für Windturbinen bis zu zehn Metern Höhe nicht erforderlich.

Aber auch wer einen Energieversorger wählt, der Strom überwiegend aus Windenergie erzeugt, gibt den Erneuerbaren Energien Rückenwind.

Wer als Privatperson oder gemeinnütziger Zusammenschluss – etwa als Bürgerenergiegesellschaft – eine Kleinkraftwindanlage plant, kann dafür eine Förderung der KfW in Anspruch nehmen, sofern ein Teil des erzeugten Stroms eingespeist beziehungsweise verkauft wird.

Weitere Vorteile bietet das Förderprogramm für Bürgerenergiegesellschaften. In dessen Rahmen werden bis zu 70 Prozent der Kosten für die Planung und Genehmigung von Windenergieprojekten, max. 200.000 Euro, gefördert. Das gilt nicht für Projekte, die eine EEG-Förderung oder den Zuschlag in einem EEG-Ausschreibungsverfahren erhalten haben. Im Zuge der Vereinfachung und Verschlankung von Verfahren müssen Windkraftprojekte nicht mehr an Ausschreibungen teilnehmen, erhalten jedoch trotzdem eine Vergütung, sofern sie die Größe von 18 MW nicht überschreiten.

Wärmepumpe symbolisiert energieeffizientes Heizen

Wärmepumpe: Umgebungswärme schlau genutzt

Die Wärmepumpe sammelt die Wärme aus der Umgebung und konzentriert sie – vereinfacht dargestellt – so lange bis Hitze entsteht, und gibt sie schließlich an ein Heizmedium ab. Das Prinzip ist das gleiche wie bei einem Kühlschrank – nur eben umgekehrt. Die Wärmepumpe nutzt mit der Umweltwärme aus dem Boden, der Luft oder dem Grundwasser eine erneuerbare Energiequelle: zum Heizen und zur Warmwasserbereitung. Besonders klimafreundlich und emissionsarm funktioniert das, wenn Sie die Wärmepumpe mit Strom aus erneuerbaren Quellen antreiben, etwa von der Photovoltaikanlage auf dem Dach.

Die Wärmepumpe ist das Heizsystem der Zukunft für Neu- und Altbauten. Heute schon sind in Deutschland über eine Million Wärmepumpen im Einsatz. Allein 2021 wurden 154.000 Heizungswärmepumpen in Deutschland neu eingesetzt, 28 Prozent mehr als im Vorjahr.

Der „Arbeitsplan Energieeffizienz“ des BMWK sieht vor, den Austausch von Öl-/Gasheizungen zu fördern und den Wärmepumpenhochlauf zu unterstützen. Ziel ist, die Zahl neu installierter Wärmepumpen bis 2024 auf über 500.000 Stück pro Jahr zu steigern. Und: Ab 2024 soll möglichst jede neu eingebaute Heizung zu 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden.

Mit einer Wärmepumpe machen Sie sich unabhängig von fossilen Rohstoffen und deren Import. Stattdessen nutzen Sie eine Energiequelle auf dem eigenen Grundstück, ob aus dem Boden, dem Grundwasser oder der Luft. Dabei gilt: Je höher die Ausgangstemperatur der Wärmequelle ist, desto weniger Strom braucht die Wärmepumpe und umso effizienter ist ihr Betrieb.

Besonders wirtschaftlich arbeitet sie, wenn die zu erreichende Zieltemperatur nicht zu hoch liegt. Die Technologie eignet sich daher besonders gut für gedämmte Häuser, die nur wenig Heizwärme benötigen, zum Beispiel über eine Fußboden- oder anderen Flächenheizung, die mit einer niedrigeren Vorlauftemperatur auskommt.

Mit den meisten Wärmepumpensystemen können Sie nicht nur heizen, sondern auch kühlen und Warmwasser bereiten. Das steigert nicht nur Ihren Wohnkomfort, sondern auch den Wert Ihrer Immobilie.

Mit Ökostrom ist die Wärmepumpe klimaneutral

Der Betrieb einer Wärmepumpe braucht Strom. Ohne CO₂-Emissionen heizen Sie jedoch, wenn auch der für den Betrieb der Wärmepumpe benötigte Strom aus Erneuerbaren Energien stammt. Entweder steigen Sie um auf ein reines Ökostromprodukt ihres Versorgers oder betreiben Ihre Wärmepumpe mit selbsterzeugtem Strom aus der eigenen PV-Aufdachanlage.

Der Umstieg auf Erneuerbare Energien lohnt sich für Sie als Hauseigentümerin und Hauseigentümer. Die Errichtung sowie die Nachrüstung von Wärmepumpen im Eigenheim werden als Einzelmaßnahme über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG EM) mit mindestens 25 und maximal 40 Prozent der Kosten gefördert.

Gefördert werden Wärmepumpen, die überwiegend mindestens einem der folgenden Zwecke dienen: Raumheizung, kombinierte Warmwasserbereitung und Raumheizung, die Zuführung der Wärme in ein Gebäudenetz sowie die Nachrüstung hybrider Heizsysteme mit Wärmepumpen.

Das können Sie selbst tun: Berechnen Sie das Potenzial Ihrer Anlage

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Thermische Solaranlage symbolisiert solarthermische Kraftwerke

Solarthermie: Direkte Wärme fürs Gebäude

Die Kraft der Sonne lässt sich auch mit Solarthermie unmittelbar und ohne Umwandlung nutzen. Solarkollektoren sammeln die Strahlungswärme der Sonne und geben sie mittels eines Speichermediums, etwa Wasser, über ein Rohrsystem weiter. So lassen sich Gebäude heizen und warmes Wasser bereitstellen. Bis 2030 soll Solarthermie einen wichtigen und kostengünstigen Beitrag zur Wärmewende in Deutschland leisten.

Mehr als die Hälfte der Energie in Deutschland wird für die Erzeugung von Wärme verbraucht: für ein behagliches Zuhause, Warmwasser oder industrielle Produktionsprozesse. Deshalb ist es so wichtig, den Anteil der Wärme aus Erneuerbaren Energien schnell zu steigern.

Bei der Solarthermie wird Sonnenenergie in Wärme umgewandelt, wenn sie auf eine Oberfläche, die Solarkollektoren, trifft und über einen Wärmekreislauf in einen Wärmespeicher weitergeleitet. Mittels Solarthermie kann neben Wärme auch Kälte und industrielle Prozesswärme erzeugt werden.

Derzeit sind in Deutschland mehr als 20 Millionen Quadratmeter Sonnenkollektoren mit einer thermischen Leistung von mehr als 15 Gigawatt installiert. Damit stehen wir im globalen Vergleich an vierter Stelle, was die Leistung betrifft.

Kennen Sie den Warmwasserbedarf Ihres Haushaltes? Möglicherweise lässt sich dieser komplett klimafreundlich decken, wenn Sie eine Solarthermie-Anlage nutzen. Hier ist gut beraten, wer beim Austausch des Heizungssystems mit Unterstützung von Fachleuten prüft, ob sich die Kombination mit Sonnenwärme lohnt. verbraucherzentrale-energieberatung.de/beratung/zu-hause/solarwaerme-check/

Bis zu 20 Prozent der Montagekosten für eine solarthermische Anlage können beispielsweise gespart werden, wenn man diese Investition mit einer Dachsanierung verbindet.

Wenn Sie bereits Solarthermie nutzen, empfiehlt sich ebenfalls eine regelmäßige Überprüfung: Reicht das Potenzial der Solarthermie-Anlage, um Ihren Bedarf an warmem Wasser zu decken? Ist die Einbindung zur Heizungsunterstützung sinnvoll? Ist der Heißwasserspeicher (Pufferspeicher) dafür ausreichend dimensioniert? Antworten auf diese Fragen geben Ihnen die Expertinnen und Experten der Energieeffizienz-Expertenliste. www.energie-effizienz-experten.de

Planen Sie den Einsatz von Solarthermie, etwa in Verbindung mit einem neuen Heizungssystem oder anderen Maßnahmen, empfiehlt sich grundsätzlich eine Beratung durch kompetente Fachleute. Wer dafür Fördermittel bei KfW oder BAFA beantragen will, muss verpflichtend eine Expertin bzw. einen Experten der Energieeffizienz-Expertenliste hinzuziehen. www.energie-effizienz-experten.de

Solarthermieanlagen gehören zur Heizungstechnik und können als Einzelmaßnahme über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG EM) mit 25 Prozent der Investitionskosten gefördert werden. Wer die alte fossile Öl-Brennwertheizung durch eine Heizungsanlage ersetzt, die Erneuerbare Energien, darunter Solarthermie, nutzt, kann mit bis zu 50 Prozent, maximal 60.000 Euro pro Wohneinheit, Förderung rechnen.

Wird die Solarthermie-Anlage nicht als Einzelmaßnahme, sondern im Rahmen einer Komplettsanierung installiert, kann über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG WG) neben einem zinsgünstigen Kredit (maximal 150.000 Euro) zusätzlich ein Tilgungszuschuss (maximal 25 Prozent) ausgezahlt werden. Infos zur BEG WG-Kreditförderung durch die KfW hier.

Wärmepumpe symbolisiert das Thema Geothermie

Geothermie: kommunale Wärme aus der Tiefe

Eine quasi unerschöpfliche Energiequelle ist Erdwärme. Geothermische Anwendungen nutzen den Temperaturunterschied zwischen der Oberfläche und der jeweiligen Erdschicht. In der Regel erfolgt das über eine Wärmepumpe – egal, ob im Einfamilienhaus oder in der kommunalen Wärmeplanung. Je nach der Tiefe der angezapften Erdschicht wird zwischen oberflächennaher und Tiefengeothermie unterschieden.

Allein unter der Fläche der Bundesrepublik steckt in drei bis sieben Kilometern Tiefe genug Wärme, um Deutschland theoretisch für 10.000 Jahre zu versorgen. Unterschieden wird dabei in oberflächennahe und tiefe Geothermie. Die oberflächennahe Geothermie reicht bis ca. 400 Meter tief. Sie wird über Rohre erschlossen, die über eine Flüssigkeit der Umgebung die Wärme entziehen und nach oben transportieren. Eine Wärmepumpe entzieht anschließend der Trägerflüssigkeit die Wärme und verteilt sie zum Beispiel in das Heiz- und Warmwassersystem von Häusern. Tiefengeothermie nutzt hingegen warmes Grundwasser in ca. 4.500 Metern Tiefe oder heißes Gestein. Diese Art der Geothermie kann aufgrund der hohen Temperaturen ganze Ortschaften oder Stadtteile mit Wärme und Strom versorgen.

Geothermie wird vorrangig für die Wärmeerzeugung genutzt. So stieg zwar die Stromerzeugung aus Geothermie 2021 um etwa acht Prozent gegenüber dem Vorjahr an, allerdings bleibt ihre Bedeutung für den deutschen Strommix mit 0,2 TWh und dem eher geringen natürlichen Potenzial gering. Anders verhält es sich mit der Wärme: Hier waren Ende 2021 deutschlandweit insgesamt 1,5 Millionen Wärmepumpen installiert. Zusammen mit der Erdwärme aus größerer Tiefe wurden 2021 aus Geothermie rund 19,4 TWh Wärme bereitgestellt – knapp zehn Prozent der insgesamt aus Erneuerbaren Energien erzeugten Wärme in Deutschland.

Die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) ermöglicht es Wärmeversorgern, bestehende Wärmenetze zu wirtschaftlichen Bedingungen auf Erneuerbare Energien und bislang ungenutzte Abwärme umzustellen. Außerdem wird der Neubau von Wärmenetzen mit mindestens 75 Prozent erneuerbarer Wärme und Abwärme unterstützt, ebenso die Erweiterung und Verdichtung von bestehenden Wärmenetzen. Versorger sollen neue Gebiete erschließen und bestehende Netze verdichten, indem zusätzliche Gebäude in einem bestehenden Fernwärmegebiet neu angeschlossen werden.

Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

Die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze unterstützt deshalb nicht nur einzelne Wärmeerzeuger, wie zum Beispiel Wärmepumpen oder Heizwerke, die mit nachhaltig angebauter Biomasse gespeist werden, sondern fördert die gesamte Netzumstellung. Für neue Wärmenetze finanziert die BEW Machbarkeitsstudien zur Untersuchung, wie ein Netz mit 75 Prozent klimafreundlicher Wärme erfolgreich errichtet und betrieben werden kann. Bestehende Netze fördert die Bundesregierung mit dem Programm Transformationspläne, das den aktuellen Zustand des Fernwärmenetzes analysiert und darstellt, mit welchen Technologien und in welchen Schritten die Wärmebereitstellung über das Wärmenetz bis 2045 vollständig klimaneutral werden kann.

Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

Biogasanlage symbolisiert Biomasse

Biomasse

Auch aus Pflanzen oder Pflanzenresten kann Energie erzeugt werden. Sie werden in der Regel in der Land- und Forstwirtschaft oder auch aus Abfallprodukten, wie Bioabfällen oder Altholz, gewonnen. Genutzt werden sie als Biomasse in flüssiger, fester und gasförmiger Form zur Strom- und Wärmeerzeugung sowie zur Bereitstellung von Biokraftstoffen, aber auch als Brennstoff (Pellets) für Heizanlagen. Die Bundesregierung will die Bioenergienutzung, insbesondere im Strombereich, ausbauen und sich dabei vor allem auf den Einsatz von biogenen Rest- und Abfallstoffen konzentrieren.

Biomasse ist ein wichtiger und vielseitiger erneuerbarer Energieträger. Wenn wir über Biomasse sprechen, dann meinen wir ganz konkret Biomasse aus der Land- und Forstwirtschaft, wie beispielsweise Alt- und Gebrauchtholz, Bioabfälle, Gülle bzw. Festmist oder Getreidestroh. Holz deckt dabei den größten Anteil der verfügbaren Biomasse ab. Aber auch die Landwirtschaft leistet mit geeigneten Pflanzen einen Beitrag, wie zum Beispiel Raps, aus dem Biodiesel gewonnen wird.

Die Vielfalt der Nutzungsmöglichkeiten ergibt sich aus den verschiedenen Arten, wie Biomasse zu Energie verarbeitet werden kann. Holz zum Beispiel kann über Verbrennung Wärme erzeugen, während der entstehende Dampf zur Stromerzeugung genutzt wird. Andere Stoffe hingegen, wie Pflanzen, Gülle oder Bioabfälle, setzen Energie durch Vergärung frei. Bioenergie wird hauptsächlich zur Wärmeerzeugung in Gebäuden und in der Industrie verwendet, darüber hinaus auch für die Stromproduktion und im Transportsektor. Dabei kann die Verwendung von Biomasse in Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen (KWK-Anlagen) eine wichtige Rolle spielen, um den Strom­ und Wärmesektor klimaneutral zu machen.

Allerdings wird der gezielte Anbau von Biomasse als Energieträger auch kontrovers diskutiert. So müssen Auswirkungen auf die Umwelt berücksichtigt und ein Gleichgewicht hinsichtlich der Flächennutzung gefunden werden, da sich diese in Konkurrenz zur Nahrungs- und Futtermittelproduktion befinden und nur begrenzt zur Verfügung stehen.

Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer, die ihre Heizungsanlage mit Biomasse betreiben wollen, haben die Wahl zwischen Holzpellets, Scheitholz, Hackschnitzeln, Strohpellets und anderen pflanzlichen Brennstoffen. Wenn Sie demnächst Ihre alte Öl- oder Gas-Brennwertheizung austauschen wollen gegen eine Anlage auf Basis Erneuerbarer Energien, sollten Sie eine Biomasseheizung als Alternative in Betracht ziehen. Prüfen Sie, ob im Haus ausreichend Platz für das Heizsystem und ein Pelletlager vorhanden ist. Auch hier lohnt die Kombination mit Solarthermie zur Bereitung von Warmwasser. Eine andere Möglichkeit ist die Installation eines Pelletofens mit Wassertasche, der heizt und erzeugte Wärme in einen Pufferspeicher lädt, der den Haushalt ebenfalls mit warmem Wasser versorgt. Welche Variante sich am besten für Ihr Zuhause eignet, erfahren Sie in der Beratung durch eine Expertin oder einen Experten der Energieeffizienz-Expertenliste. www.energie-effizienz-experten.de

Pelletkessel, -heizungen oder -öfen gehören zur Heizungstechnik und werden als Einzelmaßnahme über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG EM) mit mindestens zehn und bis zu 35 Prozent – beim Ersatz einer alten Öl-, Gas-, Kohle- und Nachtspeicherheizung – der Investitionskosten gefördert.

Wenn Sie eine Biomasseheizung planen und dafür eine Förderung von KfW und BAFA in Anspruch nehmen wollen, sollten Sie eine Expertin bzw. einen Experten der Energieeffizienz-Expertenliste hinzuziehen. www.energie-effizienz-experten.de

Das können Sie selbst tun: So funktioniert der Umstieg auf erneuerbare Wärme mit Förderung vom Staat

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Effizient und gleichzeitig besonders umweltfreundlich heizt es sich mit Erneuerbaren Energien. Erfahren Sie mehr zu Ihren Einsatzmöglichkeiten und den staatlichen Fördermitteln. Mehr erfahren!

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Wer an Heizen mit Holz denkt, hat oft den offenen Kamin vor Augen. So gemütlich das auch sein mag, es geht mittlerweile viel komfortabler und effizienter: Denn auch eine moderne Zentralheizung kann mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz als fester Biomasse befeuert werden. Mehr erfahren!

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Wasserstoff lässt sich als Energieträger vielfältig einsetzen, vor allem in der Industrie und im Verkehr. Dort trägt klimaneutral hergestellter Wasserstoff dazu bei, die CO₂-Emissionen deutlich zu verringern. Wasserstoff bietet Vorteile: Er ist leicht zu transportieren und in großen Mengen zu speichern. Deshalb spielt Wasserstoff eine entscheidende Rolle als ausgleichender Faktor fluktuierender Energieerzeugung durch Wind und Sonne.

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