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Wie smarte Energiesteuerung zu Kosteneinsparungen führt und die Effizienz erhöht
Praxisbeispiel: Energie-Management in der Logistik-Branche
Einleitung
Elf Prozent weniger Energie verbraucht und dadurch 54.000 Euro jährliche Energiekosten eingespart – das ist die Bilanz des smarten Energiemonitorings bei der Peter Bade GmbH in Schleswig-Holstein. Wie der Tiefkühl-Logistiker dies mit einer Software geschafft hat, die dynamische Strompreise und künstliche Intelligenz nutzt.
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Team Energiewechsel: Wie smarte Energiesteuerung zu Kosteneinsparungen führt und die Effizienz erhöht
Minus 33 Grad zeigt das Thermometer im Tiefkühlraum der Peter Bade GmbH. „Hier liegen die besonders kältebedürftigen Lebensmittel“, erklärt Alexander Bullien. Er ist Geschäftsführer des holsteinischen Logistikers mit 35 Mitarbeitenden, der für Supermärkte in der Region um Neumünster Molkerei- und Fleischprodukte zwischenlagert. „Zwei Drittel unserer Energie verbrauchen wir nur für Kälte.“
Alexander Bullien kann trotzdem lächeln. Denn die Peter Bade GmbH nutzt für die Tiefkühlkette einen Mix aus Erneuerbaren Energien, dynamischen Strompreisen und intelligentem Energiemanagement. Das erhöht die Effizienz und senkt damit die Kosten. Warum das so gut funktioniert, zeigt er in der großen Tiefkühlhalle: Mit zehn Metern Deckenhöhe bietet sie Stauraum für bis zu 12.000 Produkte – diese dienen als thermischer Speicher, quasi wie eine riesige Batterie für Kälteenergie.
Selbst wenn das Kühlaggregat zwischendurch nicht läuft, fällt die Temperatur nicht ab. Denn die Waren kühlen das Lager konstant. Die Peter Bade GmbH kann dadurch ihren Strombedarf zeitlich flexibel managen. Sie kauft Strom aus dem Netz dann ein, wenn die Preise niedrig sind. Zusätzlich nutzt das Unternehmen den eigenen Solarstrom: Gut 6.000 Quadratmeter Photovoltaik-Module sind dafür auf den weitläufigen Hallendächern verbaut. Scheint die Sonne, reicht der Solarstrom für den gesamten Kältebedarf aus.
Eine smarte Energiemanagement-Software hilft dabei, die eigene Erzeugung, den Verbrauch und den Zukauf von Strom aus dem Netz in Einklang zu bringen. Die Plattform misst den aktuellen Strombedarf sämtlicher Anlagen von den Kühlaggregaten bis hin zur Wärmepumpe für die Büroräume. Doch diese Verbraucher kann sie nicht nur monitoren, sondern auch steuern. „Dabei hilft uns künstliche Intelligenz“, erklärt Daniel Ehnes, Geschäftsführer der encentive GmbH, die die Energiemanagement-Software entwickelt hat. „Die KI nutzt die gemessenen Daten aus der Vergangenheit. Mit diesem Wissen kann sie den Verbrauch so optimieren, dass der so günstig und so klimafreundlich wie möglich erfolgt.“
Für den Mittelstand sei dieses intelligente Energiemanagement ein klarer Wettbewerbsvorteil. „Die Strompreise schwanken im Tagesverlauf sehr stark. Mittags kann der Preis bei 120 Euro pro Megawattstunde liegen – abends bei 180 Euro.“ Die Peter Bade GmbH verfolgt deshalb das Prinzip der atypischen Netznutzung: Wenn abends die Privathaushalte zum Beispiel den Fernseher, die Waschmaschine und den Herd fürs Abendessen anschalten und damit die Nachfrage nach Strom steigt, fährt sie ihren Strombedarf für den Tiefkühlbereich runter.
Das Resultat: mehr Eigenstromnutzung, weniger Netzentgelte und unterm Strich niedrigere Stromkosten. Die geringere Nachfrage zu Spitzenlastzeiten entlastet zudem die Netze. „Smartes Energiemanagement ist eine super Lösung, die Erneuerbare Energien optimal zu nutzen“, bilanziert Alexander Bullien. „Wir können damit unsere Prozesse so anpassen, dass wir Erneuerbare Energien dann verwerten, wenn sie wirklich da sind.“
Ob in Unternehmen, Kommunen oder Privathäusern: Wir alle können Energie sparen und die Energiewende voranbringen. Wie, das zeigen unsere Best-Practice-Videos aus der Praxis: aus dem Lebens- und Arbeitsalltag der Menschen in Deutschland.