Ein aus Holzpellets gelegter Baum symbolisiert Wärme aus erneuerbaren Energien

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Für Kommunen gibt es unterschiedliche Möglichkeiten bei der Wärmeversorgung der öffentlichen Gebäude von klimaschädlichen fossilen Heizungen auf erneuerbare Energien umzusteigen: Solarthermieanlagen, Biomasseheizungsanlagen oder Wärmepumpen. Als Kommune gewinnen Sie gleich mehrfach. Sie erhalten eine moderne effiziente Wärmeversorgung, machen ihre Energiekosten von fossilen Energiequellen unabhängig, schützen das Klima und profitieren von staatlicher Förderung. Werden Sie so zum Vorbild für Ihre Bürger.

Mitder Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen (BEG EM) fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) Kommunen und gemeinnützige Organisationen. Das Prinzip beim BEG EM: Je umweltfreundlicher und effizienter die neue Heizungstechnik, desto höher die staatliche Unterstützung.

Zuschuss für kleinere Anlagen mit Wärme aus erneuerbarer Energie

Für die Installation kleinerer umweltschonender Heizungsanlagen bis 100 Kilowatt Nennwärmeleistung werden Investitionszuschüsse über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) an Kommunen vergeben.

Die Höhe des Zuschusses hängt von der regenerativen Wärmequelle und ihrer Leistung ab: So zahlt das BMWK auf die förderfähigen Kosten einen Zuschuss von 20 Prozent für Gas-Brennwertheizungen die „renewable ready” sind, 30 Prozent für Gas-Hybridheizungen und Solarthermie sowie 35 Prozent für Wärmepumpen, Biomasseanlagen, innovative Heizanlagen und EE-Hybridheizungen. Zusätzlich wird ein Zuschuss von 10 Prozent auf die förderfähigen Kosten bei Austausch einer Ölheizung gezahlt.

Damit Sie die passende Lösung für eine optimale Wärmeversorgung aus erneuerbaren Energien für Ihren konkreten Bedarf finden, empfiehlt sich vorab unbedingt eine Energieberatung.

So fördert das BMWK größere Erneuerbare-Energie-Anlagen

Für die Installation einer größeren Erneuerbare-Energie-Anlage mit mehr als 100 Kilowatt Nennwärmeleistung können Kommunen, kommunale Eigenbetriebe und gemeinnützige Organisationen durch zinsgünstige Kredite in Höhe von maximal 25 Millionen Euro pro Vorhaben mit attraktiven Tilgungszuschüssen erhalten. Diese reduzieren den rückzahlbaren Darlehensbetrag. Die Vergabe der Förderung erfolgt über die KfW mit dem Programm „Erneuerbare Energien – Premium (271/281)“.

Die Höhe des Tilgungszuschuusses hängt jeweils vom Typ, der Größe der Anlage und dem Grad der Energieeffizienz ab. So beträgt beispielsweise bei einer Solarkollektoranlage der Tilgungszuschuss bis zu 50 Prozent der förderfähigen Nettoinvestitionskosten im Fall einer überwiegend solaren Prozesswärmebereitstellung, bei einer Biomasseanlage maximal 50 Euro je Kilowatt installierte Nennwärmeleistung und 100.000 Euro je Anlage.

Gefördert werden von dem BMWK zudem der Neubau von größeren Heizwerken, welche erneuerbare Energien nutzen, Tiefengeothermieanlagen, Wärmespeicher, Anlagen zur kombinierten Strom- und Wärmeerzeugung sowie Wärmenetze.

Klimafreundliche Wärmenetze mit hohem Anteil erneuerbarer Energie und Abwärme bieten eine interessante Alternative für Kommunen, um gleich mehrere Gebäude oder ganze Quartiere effizient mit CO2-armer Raumwärme und Warmwasser zu versorgen.