07.06.2024 -

Photovoltaik: Die Kraft der Sonne nutzen

Einleitung

Solarenergie kann für die Stromerzeugung genutzt werden. Solarzellen wandeln Sonnenlicht direkt in elektrischen Strom um, der dann entweder selbst verbraucht, gespeichert oder in das Stromnetz eingespeist werden kann.

Solaranlage auf dem Dach einer Schule

© BMWE

Die Photovoltaik (PV)-Technologie ist etabliert, kostengünstig und in Verbindung mit Batteriespeichern flexibel. Damit bildet die Photovoltaik einen wichtigen Baustein beim Ausbau der Erneuerbaren Energien.

Ende 2025 waren rund 5,5 Millionen PV-Anlagen bei Privathaushalten oder Unternehmen installiert, auch die Zahl der Solarparks stieg deutlich an. Die Photovoltaik hat damit inzwischen eine installierte Leistung von rund 118 Gigawatt (GW) erreicht (Ziel 2030: 215 GW). Im Jahr 2025 deckte die Solarenergie einen Anteil von 17,6 Prozent des deutschen Stromverbrauchs.

Eine große Herausforderung ist die Verzahnung des Ausbaus von PV-Anlagen mit dem der Stromnetze. Hierfür arbeitet das Bundeswirtschaftsministerium an Gesetzesänderungen.

Eine Frau schaut von ihrem Balkon an dem sich Solarzellen befinden.
FAQ Solarpaket

FAQ Solarpaket

Das BMWE hat häufig gestellte Fragen zum Solarpaket zusammengestellt und beantwortet.

Themen sind u.a. Photovoltaik- und Freiflächenanlagen, Mieterstrom, Entbürokratisierung und Systemstabilität.

Mehr auf bundeswirtschaftsministerium.de

Auf dem eigenen Dach Strom erzeugen

Solaranlagen & Förderung

Auf dem eigenen Dach Strom erzeugen

Solaranlagen gehören heute zu den meist genutzten Technologien, um erneuerbaren Strom zu erzeugen. Mit der eigenen Solaranlage können Anlagenbetreibende durch Selbstverbraucher Stromkosten sparen, unabhängiger von Energieversorgern werden und klimafreundlichen Strom erzeugen.

Besonders vorteilhaft kann es sein, die PV-Anlage mit der Elektromobilität oder mit einer Wärmepumpe zu kombinieren. Wird die Wärmepumpe mit Energie vom eigenen Dach versorgt, sinken die Kosten für den Betriebsstrom oft erheblich. Mit dem SolardachCheck lässt sich unkompliziert prüfen, ob das eigene Dach für eine PV-Anlage geeignet ist.

Gemeinsam mit der Solarteurin oder dem Solarteur können vor Ort alle Fragen rund um die Montage geklärt werden: Ist die Elektroinstallation des Hauses auf dem aktuellen Stand? Ist das Dach statisch geeignet? Wo soll die Ladestation für das Elektroauto, ggf. der Speicher und andere notwendige Komponenten platziert werden? Gut beraten ist, wer die Montage einer PV-Anlage in die ohnehin geplante Sanierung des Daches einbindet.

Auch Mieterinnen und Mieter in Mehrfamilienhäusern können von PV profitieren, etwa über Mieterstrommodelle sowie der gemeinschaftlichen Gebäudeversorgung.

Solarstrom vom Balkon

Mieterinnen und Mieter, Haus- oder Wohnungseigentümerinnen und -eigentümer können mit einer Balkon- bzw. Stecker-Solaranlage auf dem Balkon, an der Fassade oder auf der Terrasse unkompiziert Strom erzeugen. Direkt in die heimische Steckdose eingespeist, kann die Sonnenenergie gleich selbst verbraucht werden. Damit lassen sich Haushaltsgeräte wie etwa der Kühlschrank betreiben und die inzwischen sehr preisgünstigen Anlagen rechnen sich nach wenigen Jahren.

Förderung für Solaranlagen

Eine PV-Anlage kann über die KfW mit einem zinsgünstigen Kredit im Programm „Erneuerbare Energien – Standard“ (270) gefördert werden, sofern ein Teil der erzeugten Energie ins Netz eingespeist wird.

Seit 2023 ist zudem die Umsatzsteuer für die Lieferung und Installation von PV-Anlagen an Wohngebäuden dauerhaft auf null Prozent gesenkt worden. Dies umfasst alle für den Betrieb wesentlichen Komponenten sowie Speicher und gilt ebenfalls für Balkonkraftwerke.

Das sagt der Experte

Experteninterview

3 Fragen an Martin Brandis, Referent Team Energieberatung des Verbraucherzentrale Bundesverbands

Das sagt der Experte

Herr Brandis, welchen Vorteil hat es, wenn Menschen eine eigene PV-Anlage auf dem Dach haben?

Der wichtigste Vorteil: Sie können ihren eigenen Strom erzeugen. Einen Teil des Stroms können sie selbst verbrauchen und müssen dann weniger Strom bei ihrem Versorger einkaufen. Wenn private Haushalte Photovoltaik nutzen, trägt das zur Energiewende bei, weil der Strom mit Solarenergie und damit frei von Treibhausgasen erzeugt wird.

Bild von Martin Brandis, Referent im Team Energieberatung des Verbraucherzentrale Bundesverbands

Wer seinen eigenen Strom erzeugt, muss weniger Energie beim Versorger einkaufen.

Martin Brandis, Referent im Team Energieberatung des Verbraucherzentrale Bundesverbands

Welche Vorteile bietet die Kombination der PV-Anlage mit einer Wärmepumpe oder anderen Endgeräten wie einem E-Auto?

Wird eine Wärmepumpe, ein E-Auto oder beides genutzt, steigt der Strombedarf im Haus. Mit einer PV-Anlage kann dieser Bedarf verringert werden. Wird der Strombedarf in Teilen selbst erzeugt, sinken die laufenden Kosten der Geräte. Zu berücksichtigen ist jedoch, dass bei einer Wärmepumpe der Strombedarf in der Heizperiode am höchsten ist, während die PV-Anlage den meisten Strom im Sommer liefert.

Über welche Nutzungsdauer sprechen wir durchschnittlich bei einer PV-Anlage und wann lohnt sich eine Wartung?

PV-Anlagen werden durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) begünstigt. Das heißt man bekommt für den Strom, den man ins Netz einspeist, eine feste Vergütung für 20 Jahre. Bei vielen PV-Anlagen hat sich die Lebensdauer aber als durchaus langjähriger erwiesen. Regelmäßige Wartungen an PV-Anlagen sind eher nicht nötig. Jedoch sollten regelmäßig der Ertrag der Stromerzeugung und die Funktionen überprüft werden.

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