Gesundheitswirtschaftliche Gesamtrechnung (GGR)
Das BMWE erstellt die Gesundheitswirtschaftliche Gesamtrechnung (GGR), um den Beitrag der Gesundheitswirtschaft für die Wertschöpfung und die Beschäftigungsentwicklung in Deutschland zu bemessen. Die GGR erlaubt es, die Gesundheitswirtschaft als Querschnittsbranche aus den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (VGR) herausgelöst und separat zu betrachten. In den VGR wird die Gesundheitswirtschaft nicht als eigenständiger Wirtschaftszweig erfasst. Die wesentlichen Datenquellen zur Erstellung der GGR sind die VGR-Inlandsproduktberechnung, die Gesundheitsausgabenrechnung, die Gesundheitspersonalrechnung sowie eine Sonderauswertung des Statistischen Bundesamts in Form von tiefgegliederten und aggregierten Aufkommens- und Verwendungstabellen. Die GGR erfasst alle Waren und Dienstleistungen, die der Bewahrung und Wiederherstellung von Gesundheit dienen. Umfasst sind die medizinische Versorgung und die industrielle Gesundheitswirtschaft sowie weitere Teilbereiche. Wesentliche Kennzahlen der GGR sind in Anlehnung an die VGR Bruttowertschöpfung, Erwerbstätige sowie Exporte und Importe.
Im Jahr 2025 generierte die Gesundheitswirtschaft eine Bruttowertschöpfung von 498,4 Milliarden Euro. Der Anteil an der gesamten Bruttowertschöpfung in Deutschland liegt damit bei 12,4 Prozent. Gerechnet auf einen Tag sind das fast 1,4 Milliarden Euro Bruttowertschöpfung. Jeder achte Euro entsteht in der Gesundheitswirtschaft und jeder sechste Erwerbstätige - insgesamt 7,7 Millionen Menschen - arbeitet in dieser Branche. Die wirtschaftliche Aktivität der Gesundheitswirtschaft sorgt in der deutschen Gesamtwirtschaft für positive Ausstrahleffekte. Durch die Verflechtung mit Akteuren aus anderen Wirtschaftsbereichen gehen mit jedem Euro Bruttowertschöpfung in der Gesundheitswirtschaft 0,82 Euro zusätzliche Bruttowertschöpfung in der Gesamtwirtschaft einher. Zudem sind mit der wirtschaftlichen Aktivität eines Erwerbstätigen in der Branche 0,57 zusätzliche Erwerbstätigen in der Gesamtwirtschaft verbunden.
Der Anteil der Exporte der Gesundheitswirtschaft an den Exporten der Gesamtwirtschaft lag bei fast acht Prozent. Dies entspricht einer Exportquote von 28 Prozent. Fast 90 Prozent der exportierten Gesundheitsgüter sind Produkte aus dem Bereich der industriellen Gesundheitswirtschaft. Die exportstarken Bereiche sind dabei insbesondere die pharmazeutische Industrie und die Medizintechnik.
Eine Zusammenstellung weiterer wesentlicher Informationen und Daten zur Gesundheitswirtschaft insgesamt, zu ihrem Teilmarkt der industriellen Gesundheitswirtschaft und zu den Marktsegmenten der industriellen Gesundheitswirtschaft - Humanarzneimittel, Medizintechnik und Medizinprodukte sowie digitale Gesundheitswirtschaft - finden Sie in unseren Faktenblättern. Alle Daten können Sie umfassend über das GGR-Dashboard abrufen. Das Dashboard enthält auch Daten zur EU-GGR und verfügt über eine PDF-Download-Funktion mit Möglichkeit zum bequemen Herunterladen und zur Offline-Nutzung. Die aktuelle Auswertung der GGR erfasst die gesamtdeutschen Daten der Gesundheitswirtschaft bis einschließlich zum Jahr 2024. Daneben gibt es nach Bundesländern unterteilte GGR-Daten, die bis einschließlich 2023 vorliegen.