Zum 28. Juli 2022 treten Änderungen in der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) in Kraft. Für Anträge beim BAFA (Einzelmaßnahmen Zuschuss) gilt eine Übergangsregelung bis einschließlich 14. August 2022. Weitere Informationen finden Sie in den BEG-FAQs.

Gruppe von Geschäftsleuten beim Händeschütteln; darüber: Logo Initiative Energieeffizienz- und Klimaschutz-Netzwerke

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Netzwerke erfolgreich für Energieeffizienz und Klimaschutz im Einsatz

Unternehmen in Energieeffizienz- und Klimaschutz-Netzwerken werden durch Erfahrungsaustausch auf Augenhöhe und durch gegenseitigen Knowhowtransfer fit für die Zukunft. Sie drosseln ihre Energiekosten erfolgreich und steigern die Wettbewerbsfähigkeit.

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Über die Initiative Energieeffizienz- und Klimaschutz-Netzwerke

Die Initiative Energieeffizienz- und Klimaschutz-Netzwerke trägt seit vielen Jahren mit ihrer Arbeit dazu bei, Unternehmen miteinander in einen freiwilligen und zielgerichteten Austausch zu bringen und auf diese Weise auch ihre Energieeffizienz- und Klimaschutz-Maßnahmen voranzutreiben. Sie ist eine Maßnahme des Nationalen Aktionsplans Energieeffizienz (NAPE) der Bundesregierung und startete in 2014 als Initiative Energieeffizienz-Netzwerke. Seit Januar 2021 wird sie aufgrund der erfolgreichen Arbeit der Netzwerke mit der zusätzlichen inhaltlichen Erweiterung um die Themen Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Energiewende fortgeführt, die sich auch im Titel wiederfindet.

Ziel der mittlerweile von 21 Wirtschaftsverbänden gemeinsam mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz und dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz getragenen Initiative ist es, dass sich 300 bis 350 Energieeffizienz- und Klimaschutz-Netzwerke bis Ende 2025 etablieren, um dadurch neun bis elf Terawattstunden Endenergie bzw. fünf bis sechs Millionen Tonnen Treibhausgas-Emissionen einzusparen.

Was sind die Vorteile von Energieeffizienz- und Klimaschutz-Netzwerken für Unternehmen?

Unternehmen profitieren in vielfacher Hinsicht von der Teilnahme in Netzwerken: Durch den Erfahrungsaustausch mit anderen können sie gezielter und besser Entscheidungen für wirkungsvolle Energieeffizienz-Maßnahmen treffen und erfolgreich gegen die Energieverschwendung in ihren Betrieben angehen. Mit Erfolg: Sie erhöhen ihre Energieeffizienz doppelt so schnell wie der Durchschnitt aller Unternehmen. Auch bei der Implementierung und Umsetzung von Klimaschutz-Maßnahmen profitieren sie von den Erfahrungen der anderen Unternehmen und Betriebe.

Industrie, Gewerbe, Handel und Dienstleistungen verbrauchten 2019 rund 43 Prozent der Endenergie in Deutschland. Durch eine höhere Energieeffizienz kann viel Energie eingespart werden. Das rechnet sich für die Unternehmen: Energiekosten werden spürbar gedrosselt, und die Wettbewerbsfähigkeit gesteigert. Denn Energieeffizienz-Maßnahmen bringen veraltete Technik im Unternehmen auf den neuesten Stand, erhöhen die Nachhaltigkeit und steigern den Unternehmenswert. Da jede nicht verbrauchte Kilowattstunde auch gar nicht erst erzeugt, transportiert und gespeichert werden muss, fallen keine CO2-Emissionen an und das Klima wird geschont.

Die Anforderungen an Energieeffizienz- und Klimaschutz-Netzwerke im Rahmen der Initiative sind in einer gemeinsamen Vereinbarung der Bundesregierung und der Verbände und Organisationen der deutschen Wirtschaft geregelt.

Wie funktionieren Energieeffizienz- und Klimaschutz-Netzwerke?

Mehrere Unternehmen einer Region, einer Branche oder eines Konzerns schließen sich jeweils in einem Netzwerk zusammen, um gemeinsam mit Gleichgesinnten ihren Energieverbrauch, ihre CO2-Emissionen und die Energiekosten zu senken. Es können sowohl große Industrieunternehmen mit zertifiziertem Energiemanagement, mittelständische Unternehmen oder Handwerksbetriebe ohne Energiemanagement ein gemeinsames Netzwerk gründen.

In der Regel schließen sich mindestens fünf, häufig jedoch acht bis fünfzehn Unternehmensstandorte für zwei bis drei Jahre zu einem Netzwerk zusammen. Sie werden durch eine Moderation und qualifizierte Energieberatung fachlich begleitet und durch einen Netzwerkträger organisatorisch unterstützt.

Die Deutsche-Energie-Agentur (dena) koordiniert die Netzwerkinitiative als Geschäftsstelle im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz. Sie steht den Netzwerken und den Unternehmen für alle Anliegen zur Verfügung, berät bei Fragen zur Netzwerkgründung und nimmt die Meldungen der Netzwerke zu ihren Einsparzielen entgegen.

Die einzelnen Phasen und Schritte der Netzwerkarbeit (u. a. Gründung, Netzwerktätigkeit, Monitoring) finden Sie auf der zentralen Webseite der Initiative Energieeffizienz- und Klimaschutz-Netzwerke: www.effizienznetzwerke.org

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