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Biomasse ist ein wichtiger und vielseitiger erneuerbarer Energieträger. Das Pflanzenmaterial wird in der Regel in der Land- und Forstwirtschaft oder auch aus Abfallprodukten wie Bioabfällen oder Altholz gewonnen.
Wenn von Biomasse gesprochen wird, ist meist Biomasse aus der Land- und Forstwirtschaft gemeint, beispielsweise Alt- und Gebrauchtholz, Bioabfälle, Gülle bzw. Festmist oder Getreidestroh. Holz deckt dabei den größten Anteil der verfügbaren Biomasse ab. Aber auch die Landwirtschaft leistet einen Beitrag, beispielsweise mit Raps, aus dem Biodiesel gewonnen wird, oder Mais für die Stromerzeugung.
Bioenergie wird hauptsächlich verwendet, um Wärme in Gebäuden und in der Industrie zu erzeugen, darüber hinaus auch für die Stromproduktion und im Transportsektor. Biomasse in Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen (KWK-Anlagen) spielt eine wichtige Rolle dabei, den Strom- und Wärmesektor klimafreundlich zu gestalten.
Biomasse liefert Wärme und Strom
Biomasse ist die wichtigste Wärmequelle aus Erneuerbaren Energien: Ihr Anteil an erneuerbar erzeugter Wärme betrug 2024 mehr als 80 Prozent. Dabei werden Pflanzen oder Pflanzenreste in flüssiger, fester und gasförmiger Form genutzt, um Strom und Wärme zu erzeugen oder Biokraftstoffe bereitzustellen.
Im Jahr 2024 wurden insgesamt etwa 48,6 Terrawattstunden (TWh) Strom aus Biomasse erzeugt. Das entspricht 17 Prozent des erneuerbaren Stroms und etwa neun Prozent des gesamten Bruttostromverbrauchs. Stromerzeugung aus Biomasse ist flexibel steuerbar und bietet somit eine sehr gute Ergänzung zu den volatilen erneuerbaren Energien wie Wind und Photovolatik (PV). Während Wind und PV an sonnigen und windigen Tagen Strom produzieren, werden sie von Biomasse an dunklen, windstillen Tagen ergänzt. Somit trägt Biomasse insgesamt zu einer sicheren und stabilen Stromversorgung bei.
Die Bundesregierung will die Nutzung von Bioenergie, insbesondere zur Erzeugung von Strom, weiter stärken und insbesondere kleineren und wärmegeführten Anlagen eine Zukunft geben. Mit dem sogenannten Biogaspaket schafft sie Flexibilitätsanreize sowie Investitionssicherheit für etwa 2.500 Biogasanlagen in Deutschland.
Holz ein vielseitiger Energieträger
Die Möglichkeiten, Energie aus Holz zu gewinnen, sind vielfältig: So kann mit Hilfe von Holz sowohl Wärme als auch Strom erzeugt werden. Andere Stoffe wie Gülle oder Bioabfälle setzen Energie durch Vergärung frei. Aufgrund der vielfältigen Bedarfe bei Holz und einer begrenzten Verfügbarkeit müssen mögliche Nutzungsszenarien sorgfältig abgewogen werden, auch weil die Klimaeffekte energetischer Holznutzungen komplex sein können.
Mit Biomasse Energie erzeugen und profitieren
Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer, die ihre Heizungsanlage mit Biomasse betreiben wollen, haben die Wahl zwischen Holzpellets, Scheitholz, Hackschnitzeln, Strohpellets und anderen pflanzlichen Brennstoffen. Wer seine alte Öl- oder Gas-Brennwertheizung gegen eine Anlage auf Basis Erneuerbarer Energien austauschen möchte, kann eine Biomasseheizung als Alternative in Betracht ziehen – vorausgesetzt, es ist ausreichend Platz für das Heizsystem und ein Pelletlager vorhanden. Zudem lohnt es sich, die Anlage mit Solarthermie zu kombinieren, um Warmwasser zu gewinnen.
Eine andere Möglichkeit ist die Installation eines Pelletofens mit Wassertasche, der heizt und die erzeugte Wärme in einen Pufferspeicher lädt, der den Haushalt ebenfalls mit warmem Wasser versorgt. Wer eine Biomasseheizung plant, sollte eine Expertin bzw. einen Experten hinzuziehen. Ein passendes Beratungsangebot gibt es hier.
Informationen zu den Möglichkeiten des Heizens mit Umgebungswärme finden Sie hier.
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Der FördermittelCheck von co2online ist wenige Klicks entfernt: Hier finden Sie genau das Förderprogramm, das zu Ihnen passt. Für alle Privatpersonen, Unternehmen, Kommunen oder gemeinnützige Organisationen, die energieeffizienter werden möchten.