Rechenzentrum EnEff:Stadt Campus Lichtwiese, Darmstadt

© Christina Czybik | BMWK / bundesfoto

Angesichts der voranschreitenden Digitalisierung in fast allen Bereichen unseres Lebens wächst die Zahl der Rechenzentren – und damit auch der Energiebedarf. Die Rechenzentren in Deutschland haben einen Strombedarf von insgesamt 18 Milliarden Kilowattstunden Strom – Tendenz steigend.

Beitrag zur klimaneutralen Wärmeversorgung

Schon jetzt setzen Rechenzentren in Deutschland auf Energieeffizienz und die Nutzung von klimafreundlichem Ökostrom. Allerdings geht die in vielen Rechenzentren entstehende Abwärme bislang zu großen Teilen ungenutzt verloren. Dieses Potenzial zur Dekarbonisierung der Wärmeversorgung gilt es zu heben. Hier setzt das Energieeffizienzgesetz (EnEfG) an und legt verpflichtende Vorgaben für die effiziente Nutzung von Energie in Rechenzentren fest.

Effizienz weiter steigern, Abwärmepotenziale heben, auf Erneuerbare Energien umstellen

Neben Standards zur Energieverbrauchseffektivität legt das EnEfG fest, dass Rechenzentren je nach Zeitpunkt der Betriebsaufnahme wachsende Anteile an Energie dauerhaft wiederverwendet werden müssen. So kann etwa die im Betrieb entstehende Abwärme in lokale Wärmenetze eingespeist werden. Zudem werden Rechenzentren verpflichtet, ihren Strombedarf aus Erneuerbaren Energien zu decken: ab 1. Januar 2024 zu 50 und ab 1. Januar 2027 zu 100 Prozent.

Ebenso gilt die Pflicht, ein Energie- und Umweltmanagementsystem einzurichten, den Energiebedarf festzustellen und kontinuierlich Maßnahmen zu ergreifen, um die Energieeffizienz zu verbessern. Zudem müssen Energieverbrauchsdaten jährlich veröffentlicht und an ein Energieeffizienzregister für Rechenzentren übermittelt werden.

Weitere Informationen zum Register finden Sie hier.

Tipp: Die Umsetzung von Maßnahmen wird von der Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft unterstützt.